
Leute, Leute, bei den letzten Spielen blieb die Stimmung hinter den Erwartungen zurück. Mal mehr, mal weniger. Unter dem Strich können wir aber nicht zufrieden sein. Woran es liegt? Abflachen der Euphorie rund um die freie Blockwahl? Die alljährliche Herbst-Depression? Sicherlich lässt sich da noch einiges anderes aufzählen. Spielt alles keine Rolle. An die eigene Nase packen ist jetzt angesagt. Und zwar bei JEDEM von uns. Den Schalter im eigenen Kopf umlegen. Die eigene Bequemlichkeit überwinden. Wir sind die Südkurve München. Wir vertreten den FC Bayern. Wir sind die Nummer eins in unserer Stadt. Wir spielen ganz oben mit. Das ist auch als Kurve unser Anspruch. Das Ziel, das wir erreichen wollen. Egal wie trist und grau das Wetter ist. Während der 90 Minuten, in denen unsere Spieler gegen den Ball treten, müssen wir alles geben. Klar hat nicht jedes Spiel den gleichen Stellenwert. Klar wird es mal bessere und mal schlechtere Auftritte geben. Klar ist die Akustik in dem Stadion in Fröttmaning beschissen. Natürlich haben wir gerade auch keine Riesen-Krise und angesichts dessen, wo wir uns am Anfang der Saison befunden haben, erscheint die Fluktuation der Stimmung als Luxusproblem. Bei den Top-Spielen haben wir oft genug gezeigt, was in uns steckt. Das Feuer, das bei diesen Spielen lodert, sollte bei den 0815-Kicks aber auch bemerkbar sein. Etwas mehr Kontinuität wäre schön. Wir vertreten den FUSSBALL CLUB BAYERN MÜNCHEN nicht nur auf der europäischen Bühne und bei den interessanten Spielen, sondern jedes Mal, wenn die Typen in den roten Hosen auf dem Platz stehen. Auch am Samstag gegen die Elf aus der kleinen Stadt vor den Toren Münchens.
WIR SIND BAYERN, WIR SIND MÜNCHEN, WIR SIND DIE SÜDKURVE
In dieser Ausgabe vom Südkurvenbladdl findet Ihr die Einladung zu einer Lesung mit Dietrich Schulze-Marmeling im Stadion an der Schleißheimer Straße, die Spieltagsinfos zum Heimspiel gegen Augsburg, den Spielbericht vom Auswärtsspiel in Hoppenheim, einen Bericht vom Diskussionsabend mit Gerd Dembowski am 30.10. im Kafe Marat, die Rubrik „Neues von unseren Freunden“ und Infos zum Fanzineverkauf am Samstag.

Das erste Europapokal-Heimspiel, bei dem in der Südkurve ordentlich was los war, liegt hinter uns. Es geht weiter, wir kommen Schritt um Schritt dem Ziel näher. Auch wenn es mühsam ist und wir noch hart kämpfen müssen. Am Mittwoch hat es den Leuten in der Kurve jedenfalls Spaß gemacht und das Ergebnis war ordentlich. Wir sollten nämlich auch den Maßstab nicht aus den Augen verlieren. Es gab in der Vergangenheit nicht viele Vorrunden-Spiele im Europacup, bei denen wir eine solide Stimmung hatten. Was die Bemühungen angeht, die Stimmung in die Seitenblöcke zu tragen, haben wir Mittwoch auch Erfolge verzeichnen können. Die Koordination der Trommler hat besser geklappt, wir haben uns da umgestellt und breiter aufgestellt. Vor dem Spiel gab es Gespräche, um die Stimmung besser zu koordinieren. Es geht vorwärts!



