SKB Augsburg 24.01.2026

Vorwort
FC Bayern München – VfL Wolfsburg
1. FC Köln – FC Bayern München

Vorwort

Servus Bayernfans,

neun Punkte, ein Torverhältnis von 16:3 – in der Bundesliga rollte der FC Bayern Express Richtung Meisterschaft und wenn die Mannschaft die Form einigermaßen halten kann, sollte auch die 100 Tore Marke zu knacken sein. Mal schauen, ob nach der besten Hinrunde der Geschichte auch noch andere Rekorde erzielt werden können.

Ob im Europapokal der Start ins neue Jahr ebenso erfolgreich war, ist beim Schreiben dieser Zeilen noch nicht bekannt. Wünschenswert wäre es, denn zum einen wollen wir als Fans nicht zwingend eine kurzfristige Auswärtsfahrt in der Zwischenrunde, und zum anderen wäre ein Februar mit lediglich einer englischen Woche für unsere Mannschaft sinnvoll, bevor es im März und April wieder  in die Vollen geht. Denn bei all den positiven Ergebnissen bisher sollte man bedenken, Titel werden nicht im Winter vergeben, sondern im Frühjahr. Gerade im Pokal oder Europapokal kann der Titeltraum oftmals wegen verletzten oder überspielten Spielern platzen.

Der Hinrunden-Abschluss gestaltete sich aus Kurvensicht gegen Wolfsburg und in Köln einigermaßen positiv. Klar, beim Wolfsburg-Spiel haben mit Sicherheit die 15 Minuten nach der Pause dazu beigetragen, dass viele das Spiel wohlwollend in Erinnerung haben. Beim 1. FC Köln war das Spiel  auch nichts, was ewig in Erinnerung bleiben wird, aber für einen Mittwochabend völlig in Ordnung.

Großes Thema in den vergangenen Wochen war natürlich die Kollektivstrafe von Seiten der UEFA. Wir haben uns mit einer Mitteilung auf der Südkurven-Seite dazu geäußert, unsere Sicht im letzten SKB und Podcast mitgeteilt und daher ist vermutlich das meiste zu der Thematik gesagt. Wichtig ist uns nur nochmal zu betonen, dass es uns nicht darum geht, einen Keil in die Fanszene zu treiben. Der Feind steht auf der anderen Seite – die UEFA und ihr willkürliches Strafsystem sind das Problem. Getreu dem Motto „Nicht die Fackel ist das Problem, sondern die Strafe“. Wie der Abend gegen Saint-Gilloise aus Sicht der Südkurve verlief, wisst ihr beim Lesen des Vorworts bereits.

Mit Blick auf die kommenden Wochen stehen zwei Fahrten bevor, die einen daran erinnern, dass in manchen Wochen mehr Zeit im Bus als in der Arbeit verbracht wird. Eindhoven zum Abschluss der Gruppenphase ist sicher nicht das große Highlight, da Spiele bei unseren niederländischen Nachbarn meistens von behördlichen Einschränkungen begleitet werden. Dafür dürfte die Freude auf das Spiel im Volksparkstadion drei Tage später ziemlich groß sein. Für eine ganze Generation an Bayern-Fans dürfte es das erste Auswärtsspiel beim HSV sein und bei aller Abneigung, wir freuen uns darauf. Ein Tag, an dem wir als Südkurve das Duell auf den Rängen für uns entscheiden wollen.

Heute steht natürlich noch das Heimspiel gegen Augsburg an. Bei aller Vorfreude auf die kommende Woche, so sind es doch gerade die vermeintlich weniger attraktiven Heimspiele, bei denen die Kurve vorangehen muss. Gegen Wolfsburg ist uns das einigermaßen gelungen, wir wollen heute  daran anschließen.

Vorwärts Südkurve!

Immer vorwärts FC Bayern!

FC Bayern München – VfL Wolfsburg 8:1

Ohhh der Deutsche Meister, ohhh Bayern München heißt er! Zwar befinden wir uns erst in der ersten Januar Hälfte, allerdings dürfte wohl kaum noch jemand ernsthaft damit rechnen, dass der 35. Meistertitel noch in Gefahr geraten könnte. Spätestens jetzt liegt der Fokus der allermeisten somit auf den anderen beiden Wettbewerben. Dass man in der Bundesliga selbst für die Highlights sorgen muss, ist für den gemeinen Bayern Fan aber auch nichts neues und traf auch schon auf das Spiel gegen Wolfsburg zu. Auf den Rängen und auf dem Platz eher langweilig, Sonntagabend und eine Eiseskälte, die Teile von (Nord-) Deutschland lahmlegte. Na toll. 

Der Spieltag begann am eher spärlich besuchten Südkurvenplatz. Nachdem sich dort gute 1,5 Stunden der Arsch abgefroren wurde, waren vermutlich die wenigsten Böse darum, den Weg zum Stadion anzutreten. Viel wärmer wurde es in der Kurve aber auch nicht, sodass der Anpfiff mehr als gelegen kam. „Heute, morgen und für alle Zeit“ sowie „Peru“ sorgten dann gleich für einen recht passablen Einstieg und glücklicherweise über den ein oder anderen Grad (gefühlte) Körpertemperatur mehr. Der erste Eindruck zog sich dann auch durch das gesamte Spiel, lediglich die letzten 15 Minuten gestalteten sich etwas zach. Zwar konnte kein neuer Lautstärkerekord verzeichnet werden, zumindest Spaß hat es aber gemacht. Gehobener Durchschnitt und im Hinblick auf die Rahmenbedingungen völlig in Ordnung. 

Besondere Erwähnung verdient aber noch das neue Lied. Wie schon in Heidenheim wurde es regelrecht zelebriert und der Pöbel forderte die Vorsänger ein ums andere Mal auf, noch einen Durchgang zu starten. Nach ein bis zwei Durchgängen konnten auch Mittel- und Oberrang mitgenommen und die wohl lautesten Momente des Tages verzeichnet werden. Hinten raus hätte man sich vielleicht noch ein, zwei Durchgänge sparen können, insgesamt war das aber schon sehr spaßig. 

Die Gäste aus Wolfsburg waren quasi nicht wahrnehmbar. Ein kleiner Haufen mühte sich hinter einer Wolfsburg- sowie den Gruppenfahnen ab, konnte sich aber über das ganze Spiel hinweg wirklich kein einziges Mal Gehör verschaffen. Ansonsten konnte man fast Mitleid mit den Gästen haben. Sich als Gast bei langer Anfahrt und stabilen Minusgraden acht Mal YabbaDabbaDu anhören zu müssen, grenzt schon an Folter. Grüße gehen zudem an die Hunde der DFL für die für Gäste maximal ekelhafte Terminierung am Sonntagabend.

Weitere – deutlich positivere Grüße – gehen außerdem an unsere Freunde aus Jena und Hamburg. Besondere Erwähnung verdienen sich mal wieder die Stadionverbotler der Südkurve, die RFM zu Spielbeginn auch mit einer kleinen Aktion bedachte. Durchhalten!

Die Bilder vom Spiel

1. FC Köln – FC Bayern München 1:3

Mittwochabend im Müngersdorfer Stadion – das hatten wir doch erst. Wie bereits Ende Oktober im Pokal sollte es zum letzten Hinrundenspieltag nach Köln gehen. Anders als beim Pokalspiel entschieden sich die Gruppen der Südkurve für eine Anreise mit der Deutschen Bahn, so dass der berüchtigte Anfahrtsstau umgangen werden konnte. Berüchtigt ist die Bahn allerdings auch und so machten vor Abfahrt Gerüchte die Runde, dass bei der Verbindung massiv Waggons gestrichen worden wären. Stellten sich einige gedanklich schon auf eine Fahrt im Stehen ein, war dann am Bahngleis schnell klar, dass die Information falsch war oder kurzfristig noch ein Ersatz gefunden wurde. Also keine Ahnung wie das bahnintern läuft, aber das kommt mir schon etwas chaotisch vor, wenn eine halbe Stunde vor Abfahrt in der App noch ein Ausfall vermeldet wird und dann doch alles reibungslos läuft. Aber wir wollen nicht meckern, es war ausreichend Platz für uns und alle anderen mitfahrenden Personen und relativ unspektakulär ging es nach Köln Deutz, von wo aus die Straßenbahn uns zum Ziel weiter transportieren sollte. Entgegen den letzten Abendspielen in Köln bedeutete das: Ankunft am Gästeblock vor Öffnung der Stadiontore – alles sehr entspannt und so gestaltet sich auch der Aufbau der Zaunfahnenkonstruktion und alle weiteren Vorbereitungen für die 90 Minuten deutlich stressfreier.

Wie bereits im Pokal verteilten sich die Gruppen auf zwei Ränge, Rebels und wir im Unterrang, die restlichen Gruppen im Oberrang. Hatte im Oktober gut geklappt und auch dieses Mal sollte sich die Entscheidung als richtig erweisen. Ehrlicherweise sind viele Stehplatzblöcke für uns als Kurve nicht mehr groß genug, weshalb der eigene Wirkungsbereich sich immer mehr ausweitet und Sitzplatzbereiche zu Stehplätzen umfunktioniert werden. Uns ist natürlich bewusst, dass das für manche Personen auf den Sitzplätzen Schwierigkeiten mit sich bringt, da es nicht nur Leute gibt, die aus Bequemlichkeit sitzen wollen, sondern es manchmal auch gesundheitliche Gründe o.ä. hat. Wir versuchen das Ganze für alle jedoch positiv zu gestalten, auch wenn es mit Sicherheit auch Personen gibt, die darüber nicht glücklich sind. In der Regel erhalten wir auch die Rückmeldung, dass viele Bayernfans sich freuen, dass die Stimmung besser wird. Und der positive Effekt ist nicht zu verneinen – die letzten beiden Spiele dürften mit Ausnahme des Meisterfinales 2023, einer unserer besten Auftritte in Köln gewesen sein. Die Meinungen, ob es im Pokal oder Liga besser war, gingen zwar auseinander, aber insgesamt waren die zufriedenen Stimmen lauter. Gerade in Halbzeit 1 hatte die Kurve zwischen der 25. und 45. Minuten einen Durchhänger aber bei über 100 Minuten

(11 Minuten in Halbzeit 1 Nachspielzeit und 4 in Hälfte 2) sich über das 1/5 aufregen, wo es nicht so lief, muss auch nicht sein. Klar, eine durchgehend abdrehende Kurve wäre natürlich unser Ideal aber an einem Mittwochabend in Köln, bei einem für uns sportlich nicht relevant wirkenden Spiel – passieren halt auch Durchhänger. Meine persönlichen Highlights waren der „Wir sind Bayern, wir sind München“ Wechselgesang, „Wir sind ein ganzes Leben für dich da“ und Rivers of Babylon. Und ja, auch Livin on a prayer war wieder ein Banger. Lowlight dagegen war „Wie eine Droge“, das nicht so richtig zünden wollte. Die Stimmen zur Heimkurve kamen lediglich bzgl. des Intro zu einem einhelligen Urteil: eine richtig starke Pyroaktion, da schaut man gern mal von draußen drauf. Ob das Aufgreifen der Fightclub Thematik eine Reaktion auf die Running Club Aktion der Frankfurter vor einigen Wochen war – ich vermute mal nicht. Stimmungsmäßig empfand ich es im Pokal besser, andere dagegen sprachen von der besten Halbzeit der Südkurve Köln gegen uns. Alles halt immer sehr subjektiv. Ein großes Dankeschön von unserer Seite gibt es für das Spruchband gegen
Kollektivstrafen, was der Gästeblock mit Applaus und „Scheiß UEFA“ Sprechchören begleitete.

Der Spielverlauf wirkte wie eine Kopie des Pokalspiels, lediglich ein Treffer weniger stand für uns auf der Anzeigetafel. Somit wurde ein neuer Hinrundenrekord aufgestellt. Unter Guardiola hatten wir zwar auch einmal dieselbe Punktzahl jedoch ist diese Saison die Tordifferenz besser. Sollte nicht noch der große Einbruch kommen, wird die Meisterschaft mit großer Wahrscheinlichkeit nach München gehen. Nach kurzer Feier mit der Mannschaft, wurde zusammengepackt und mit der Tram Richtung Bahnhof gefahren. Aufgrund der Gegebenheiten gab es noch einenkurzen Fußmarsch, so dass einige von uns, trotz des x-ten Besuchs in Köln, den Dom erstmals aus nächster Nähe sehen konnten, ehe es per Nachtzug zurück ging. Zum Abschluss ein Dank an die Südkurve Jena und die Ultras Bochum für die
Unterstützung.

Hier die Spieltagsfotos