Artikel, Texte, Hintergründe

Faszination Fankurve hat eine Online-Petition für den Erhalt der 10%-Regel für die Gästekontingente bei Bundesligaspielen gestartet:

faszination-fankurve.de – Petition „Hände weg vom Gästekontingent!“

Hier gehts zur Petition:

openpetition.de

Hintergrund:

faszination-fankurve.de – Minister planen Reduzierung von Gästekontigenten

Gewalt und Fanatismus im deutschen Fußball in den Jahren 1919-1939

Vortrag von Rudolf Oswald

Letzten Freitag durften wir den Historiker Rudolf Oswald im Sperrbezirk begrüßen, der einen Vortrag über Fanverhalten in den 20er Jahren hielt. Während der Fußball vor dem ersten Weltkrieg nur wenige Zuschauer anzog und aufgrund der Konkurrenz des DFB zu anderen Fußball- und Sportverbänden sehr bürgerlich geprägt war, gewann der Fußball in der Zwischenkriegszeit enorm an Bedeutung und lockte in großen Zahlen Zuschauer an. Zu diesem Zeitpunkt entstand auf den Tribünen erstmals eine Kultur, die man als Fankultur bezeichnen kann. Gewalt war eine wichtige Ausdrucksform dieses neuen Fanatismus und der Fußball in Deutschland sowie in anderen europäischen Ländern wurde zu dieser Zeit immer wieder von enormen Gewaltexzessen erschüttert. „Verantwortlich für die aggressive Stimmung in den Stadien war die Herausbildung von Stadtteil-Identitäten in der Phase der Hochindustrialisierung. Fußballvereine waren Aushängeschilder einzelner Viertel und wurden vehement gegen konkurrierende Klubs verteidigt. Die Folge: jeder nur erdenkliche Vorfall im Match – vom Foulspiel bis hin zur zweifelhaften Schiedsrichterentscheidung – wurde zum Anlass genommen, um gegen das gegnerische Team, deren Anhang oder den Unparteiischen vorzugehen.“ Anders als bei den Hooligans heute blieb die Gewalt aber situativ, war nicht vorhersehbar und nicht verabredet. Da in dieser Zeit der Spielbetrieb auf lokaler Ebene ausgetragen wurde, gab es aber ständig Derbys und damit Anlässe, das eigene Viertel gegen die Eindringlinge aus rivalisierenden Stadtteilen zu verteidigen. Auch Gegensätze zwischen in der Peripherie und im Stadtzentrum angesiedelten Vereinen spielten bei den Rivalitäten eine Rolle. Anders als bei späteren Fangenerationen gab es keine äußeren Erkennungszeichen wie Fanschals, da man sich bei seinem lokalen Verein kannte. Auch war es zu dieser Zeit (wohl überwiegend aus finanziellen Aspekten) nicht besonders üblich, mit seinem Verein auf weitere Reisen zu gehen, weswegen die Spiele des Lokalrivalen als „dritter“ Fanblock besucht wurden, um dessen Gegner anzufeuern. Die Funktionäre des Vereins spielten bei den Auseinandersetzungen nicht selten eine aktive Rolle, stifteten sie an oder hetzten in den Club-Zeitschriften ihre Zuschauer gegen die anderen Vereine oder die Schiedsrichter auf. Anders als später unter dem Vorzeichen der Professionalisierung, gab es in dieser Zeit keine Trennung zwischen Fans und Funktionären. Rudolf Oswald belegte seine Thesen mit Beispielen aus Mannheim, Frankfurt, Breslau und München, da er sich schwerpunktmässig mit dem Fanverhalten in diesen Städten beschäftigt. Weiterlesen

Fankongress 2014

Der Fankongress 2014 ist erfolgreich zu Ende gegangen. Die Seite www.fankongress.de hat den ganzen Fankongress begleitet.

Im Ticker könnt Ihr den Verlauf der Diskussionen verfolgen: www.fankongress.de/ticker

Der Pressespiegel bietet einen super Überblick über die zum Fankongress erschienenen Beiträge: www.fankongress.de/pressespiegel

Auf dem YouTube-Kanal findet Ihr einige Videos: www.youtube.com

Es gibt auch eine Bildergalerie: www.fankongress.de/bildergalerie

Und natürlich eine Facebook-Seite (facebook.com/fankongress.de) und einen Twitter-Kanal (twitter.com/Fankongress)

Der viel beachtete Brief vom IMK-Vorsitzenden Jäger ist auch online: www.fankongress.de/brief-von-ralf-jaeger-die-fans. Deutlicher kann man eine Kampfansage an die Fans wohl nicht ausdrücken …

FÜR DEN ERHALT DER FANKULTUR!

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Als letzte Woche auf der Auswärtsfahrt nach Bremen Hannover 96-Fans von der Polizei an der Weiterfahrt gehindert, festgehalten und nach Hannover zurückgeschickt wurden, weil sie selber ihren Reiseweg wählen wollten (SKB Blog),  fiel der Präsident von 96, Martin Kind, den eigen Fans zum wiederholten Mal in den Rücken. Seine Äußerungenließen bei vielen Hannover-Fans das Fass überlaufen. Jetzt haben sie sich in einem offenen Brief direkt an Kind gewandt, den schon über 800 Fans unterschrieben haben. Der Brief ist lesenswert. Und es lohnt sich die Sache weiter zu verfolgen.

http://briefankind.wordpress.com/

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Das „Graue Loch“ in der Südkurve ist nicht nur eingeweihten Stadionbesuchern aufgefallen, sondern, sondern auch der Süddeutschen (www.sueddeutsche.de/sport/fan-protest-beim-fc-bayern-graues-loch-hinter-dem-tor-1.1518061) und der restlichen Presselandschaft über Münchens Grenzen hinaus:

www.tz-online.de/sport/fc-bayern/zwischen-vernunft-frustration-2604055.html

www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.naechste-runde-im-suedkurvenstreit-hoeness-auch-der-fc-bayern-muss-sich-an-gesetze-halten.88779f4c-7d37-4061-b56c-775bdcd3c4bc.html

http://de.eurosport.yahoo.com/news/bundesliga-fc-bayern-s%C3%BCden-schweigt-134837726.html

www.tz-online.de/sport/fc-bayern/fan-boykott-fc-bayern-lille-allianz-arena-2602583.html

Ist es das, was Ihr wollt? www.youtube.com/watch?v=JkPgLzPSKv0&feature=youtu.be

Ein sehr ausgewogenes Video über die Situation der Fans in der Schweiz, die viele Parallelen zu unserer Situation aufweist. Sehr sehenswert, auch wenn man wegen dem schweizer Dialekt nicht alles versteht …

 http://vimeo.com/51998936