Bundesweite Proteste vom 30.11. bis 3.12.

Die jüngsten Veröffentlichungen zu Super-League-Plänen und anderen geheimen Deals in den Hinterzimmern der Manager sollten auch den letzten Zweiflern vor Augen geführt haben: Die heutige Fußballwelt hat mit Werten wie Fairness und Solidarität rein gar nichts mehr zu tun.

Finanzstarke Klubs umgehen im großen Stil Regelungen und werden bei ihren Bestrebungen nach immer mehr Profit ungeniert von führenden Funktionären hofiert und sogar noch vor Sanktionen geschützt. Die Schere zwischen arm und reich geht dabei immer weiter auseinander. Verlierer dieser Entwicklung sind neben den tiefer spielenden Vereinen der sportliche Wettbewerb im Gesamten und insbesondere wir Fans.

Es zählen vor allem Rendite und die Generierung von noch mehr Geld. DFB und DFL demonstrieren dies seit längerem, zuletzt unter anderem durch Anstoßzeiten fürs TV, die fundamental entgegen den Belangen von uns Stadiongängern stehen. In allen oberen Ligen finden nun Spiele am Montagabend statt, seit letzter Saison sogar in der ersten Bundesliga. Diese Entwicklung darf von uns Fans nicht hingenommen werden, denn nur wir können mit geschlossenem und starken Protest diesem Trend entgegenwirken! Im Sinne eines Fußballs für die Fans und nicht eines des finanziellen Profits. Weiterlesen

Demoaufruf „Jetzt gilt’s!“

No PAG Demo (Mai 2018)Servus Bayernfans,

Am 3. Oktober findet eine weitere Demonstration gegen das neue bayrische Polizeiaufgabengesetz statt. Auf der ersten Demonstration im Mai haben wir mit einem großen FC Bayern-Block wie zigtausend andere Menschen gezeigt, was wir von den Gesetzesverschärfungen halten. Die zweite Demonstration im Sommer hat noch mehr Menschen auf die Straße gebracht. Auf dieser Demo wurde das neue PAG unter dem Slogan „ausgehetzt“ in den Kontext eines gesellschaftlichen Rechtsruck gestellt, den jeder der mit offenen Augen durch das Leben geht, derzeit wahrnehmen kann.

Unter www.facebook.com/events/540413716396456/ findet Ihr den Aufruf der Veranstalter.

Wir wollen auf der Demo in unserem Block unsere Argumente gegen das neue PAG in den Mittelpunkt stellen. Hier findet Ihr nochmal unsere Positionen.

Wir rufen Euch auf, Euch mit der Thematik auseinanderzusetzen und mit uns auf die Straße zu gehen. Die Demo beginnt um 13:00 Uhr am Odeonsplatz. Wir treffen uns um 12:30 vor der Oper zwischen Marienplatz und Odeonsplatz. Kommt wieder in roten Farben.

NEIN ZUM NEUEN PAG
SÜDKURVE GEGEN RASSISMUS

Protest-Spieltag gegen den DFB beim Augsburg-Spiel

Viele von Euch haben über unsere Kanäle oder andere Medien gelesen, dass sich eine große Zahl deutscher Ultragruppen darauf geeinigt hat am Spieltag in der englischen Woche für 20 Minuten auf einen organisierten Support zu verzichten. Damit wollen sie ein Zeichen setzen, dass im Fussball trotz des versuchten Dialogs mit DFB und DFL noch einiges im Argen liegt. Zwei Stichwörter, die dabei vielen in den Sinn kommen werden, sind der Videobeweis und die Spieltagszerstückelung inklusive Montagsspiele.

Hoppenheim 2017-18Auch wir finden diese Entwicklungen bedenklich und wollen deshalb die ersten 20 Minuten auf Gesänge und Fahnen verzichten, wie wir es auch bereits vor 6 Jahre bei der bekannten 12:12 Kampagne getan haben. Außerdem werden wir unsere Zaunfahnen eingerollt lassen.
Was wir natürlich nicht wollen, ist irgendwelche Emotionen zu unterbinden, klar wird beim Tor gejubelt und bei bösen Fouls auch böse gepöbelt werden.

Wir wissen, dass diese Saison supporttechnisch nicht gut losgegangen ist und nach den Problemen in Stuttgart und vor allem in Lissabon alle gerne voll durchstarten würden.

Trotzdem wollen wir  auch gegen Augsburg nochmal den bundesweiten Protest mittragen. Fanclubs, die ihre Zaunfahne umklappen wollen, bieten wir auch gerne wie letzte Saison wieder an, die Zaunfahnen nach Ablauf der 20 Minuten wieder auszurollen.

Auch die Augsburger Fanszene wird sich an der Protestaktion beteiligen.

die Gruppen aus der Südkurve und Club Nr. 12

Kurze Information zum Spiel in Lissabon

In Portugal gibt es ein sehr striktes Gesetz, das sich gegen organisierte Fanszenen richtet. Es zwingt Fangruppen, sich mit Namenslisten der Mitglieder zu registrieren. Die Gruppen, die das nicht machen, dürfen keine Zaunfahnen, Fahnen oder Material mit Logos oder Name der Gruppe verwenden und keine Trommeln oder Megaphone ins Stadion bringen.

Gästefans bei Europapokalspielen müssen ihre Zaunfahnen anmelden. Wir haben das nicht gemacht, weil wir diese Einschränkung ablehnen, und haben unsere Zaunfahnen so mit zum Stadion gebracht. Diese Situation hat am Eingang zu Auseinandersetzungen und einer Festnahme geführt. Nach langen Diskussionen konnten wir unsere Fahnen mit ins Stadion nehmen, nachdem sich die Situation beruhigt hat. Als wir kurz nach Spielbeginn in den Block gekommen sind, hat es im Mundloch aus dem Nichts einen weiteren Angriff der Polizei auf uns gegeben, dessen Resultat eine weitere Festnahme und mehrere Verletzte waren.

Nach unseren Erfahrungen in der letzten Zeit, wir denken hier z.B. an unsere Spiele bei Real Madrid, haben uns die Ereignisse in Lissabon weder überrascht noch schockiert, obwohl es wieder sehr heftige Erlebnisse waren.

Wir haben uns angesichts der Festnahmen und der Verletzen sowie der Gesamtsituation dazu entschieden, nicht zu singen.

FREIHEIT FÜR DIE KURVEN

Erklärung zum kommenden Protest-Spieltag gegen Augsburg

Wir sind weiterhin bis in die Haarspitzen motiviert, uns für die Grundwerte des Fußballs und gegen eine weitere Entfremdung des Fußballs durch Korruption, Gutsherrenmachenschaften und Kommerzialisierung einzutreten. Wir sehen es mehr denn je als unsere Verantwortung gegen den DFB und die DFL aufzustehen und wissen zehntausende Unterstützer in den Kurven des Landes hinter uns.

So schlossen wir vor rund einem Monat unsere Erklärung zu dem Abbruch der Gespräche mit den Verbänden. Wir führten dabei aus, dass der Beitritt der Fanseite zu einem wie auch immer gearteten ,,runden Tisch‘‘ keine Verbesserung für jene Fanseite mit sich gebracht hat und wohl auch nicht bringen wird. Viel mehr handelte es sich bei den Gesprächen um eine für die Verbände gesichtswahrende Vorgabe von Dialogbereitschaft, ohne dabei jedoch gewillt zu sein, tatsächliche Verbesserungen im Sinne der Fußballfans durchzusetzen. Auch die geleakten E-Mails zwischen DFB-Präsident Reinhard Grindel und seinem Vizepräsident Rainer Koch haben uns gezeigt, dass der Abbruch der Gespräche ein richtiger Schritt war.

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Erklärung zum vergangenen Spieltag in Stuttgart

VfB Stuttgart-“Sicherheits“- und „Fan“-beauftragte schikanieren die aktive Fanszene des FC Bayern wegen Fahnen und entlarven damit die Lügen des DFB

Anfang letzter Saison hat sich angesichts einer Vielzahl von Missständen und Fehlentwicklungen im deutschen Fußball ein breiter, bundesweiter Protest gegen den Deutschen Fußballbund formiert. Dieser Protest war sehr direkt und deutlich formuliert, aber immer an ehrlichem Dialog interessiert. Es gab in der Folge zwei Gespräche zwischen Vertretern der Verbände und der aktiven Fanszenen. Weiterlesen

Kurze Erklärung zum Spruchband „Gästefans aussperren – den eigenen Fans drohen – handelt so die FC Bayern-Familie?“

Mit diesem Spruchband bezogen wir uns auf eine Mitteilung des FCB zum Heimspiel gegen Besiktas. Wie die meisten von Euch wissen, hat Besiktas sein komplettes Gästekontingent zurückgegeben. Der FC Bayern nahm das zum Anlass, alle Kartenbesitzer unter Bezug auf eine UEFA-Regelung darauf hinzuweisen, dass eine Weitergabe von Karten an Fans von Besiktas Konsequenzen haben kann,
zum Beispiel eine Ticket-Bezugssperre für künftige Spiele des FC Bayern München. Für den Spieltag werden intensive Kontrollen angekündigt.

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Freigabe aller Fanutensilien bundesweit – Jetzt!

Servus Bayernfans,

Viele von euch haben die Proteste und Spruchbänder in der Hinrunde gegen die zunehmende Entfremdung des DFB und Co. von der Basis des Fußballs – uns Fans – mitbekommen und mitgetragen. Wie wir zum Jahresende berichteten, haben wir den Verbänden für die Winterpause einen Forderungskatalog zugeschickt, in welchem wir detailliert die Problemfelder ansprechen, welche unserer Meinung nach am dringendsten gelöst werden müssen. Darüber hinaus haben wir im selben Atemzug mögliche Lösungen skizziert.

Als einen dieser Punkte haben wir die bundesweite Freigabe sämtlicher Fanmaterialien gefordert. Aktuell ist die Situation in den deutschen Stadien bis runter zur fünften Liga uneinheitlich, undurchsichtig und teilweise sinnlos restriktiv. So gehört es zum Alltag eines Auswärtsfahrers, dass seine Fahnenstange aufgrund von 12cm Überlänge am Eingang des Gästeblocks im „besten Fall“ gekürzt, im schlechtesten Fall nicht hineingelassen wird, Doppelhalter werden gleich von vornherein verboten. Von den Komplikationen, die bei der Anmeldung einer Choreographie anfallen, ganz zu schweigen. Da müssen Unsummen für brandfesten Stoff ausgegeben werden, während der „Premiumsponsor“ parallel mit Flyern aus Papier für sein jeweiliges Produkt werben darf. Auch ist es bei anderen Vereinen in der Vergangenheit bereits vorgekommen, dass das simple Mitnehmen eines Schals, einem der ursprünglichsten Fanartikel, verboten wurde oder Fanclubzaunfahnen untersagt waren.

Eine Aufforderung des DFB an die Vereine sämtliche Fanmaterialien freizugeben, wäre unproblematisch und unbürokratisch durchsetzbar, das hat allein schon die vorübergehende Aussetzung der Kollektivstrafen in der Hinrunde gezeigt. Auch wenn es sich hierbei um zwei verschiedene Sachgebiete handelt, zeigt sich, dass die Probleme angepackt werden können, wenn man denn will.

Um unserer exemplarischen Forderung Nachdruck zu verleihen werden wir beim kommenden Heimspiel gegen Hoffenheim die ersten zwölf Minuten auf sämtliche Fanutensilien verzichten. Wir werden keine Trommeln aufbauen, keine Fahnen schwenken und keine Zaunfahnen aufhängen. Wir werden unsere Mannschaft zwölf Minuten lang allein mit unserer Stimme unterstützen. Nach Ablauf der Zeit wird alles wie gewohnt sein. Mit diesem Kontrast möchten wir darauf hinweisen, was für eine Tristesse ohne diese Materialien in den deutschen Stadien vorherrschen würde. Gleichzeitig möchten wir ein unmissverständliches Zeichen nach Frankfurt senden, dass die Herren ihren ganzen Worten nach wie vor Taten schuldig sind! Eine dieser Taten kann nur heißen:

Freigabe aller Fanutensilien bundesweit – Jetzt!

Alle Fanclubs, die sich beteiligen wollen, bitten wir einfach ihre Zaunfahne beim Aufhängen umzuklappen. Wir laufen dann zur 12. Minute zügig durch die Reihen und sorgen dafür, dass eure Zaunfahne dann wieder normal sichtbar ist.

Kein Auftritt beim Spiel in Anderlecht

Servus Bayernfans,

wir werden beim Auswärtsspiel gegen Anderlecht als Gruppe nicht auftreten. Ein Kartenpreis von 100€ für ein Vorrundenspiel ist für uns eine Unverschämtheit. Dass der FC Bayern die Karten für die Bayerfans subventioniert, so dass bei Euch und uns am Ende nur 70€ abgebucht werden, ist löblich, ändert aber nichts am allgemeinen Trend, Gästefans immer öfter mit übertriebenen Preisen zu konfrontieren, den Anderlecht mit 100 € pro Karte nun auf die Spitze getrieben hat. Es wollen so viele Mitglieder unserer Gruppe diesen Preis nicht zahlen und dort nicht ins Stadion gehen, dass wir nicht unser normales Programm abspulen können und wollen.

Wir konnten und wollten auch nicht wieder eine Protestaktion wie gegen Arsenal oder Paris machen, hoffen aber trotzdem, mit unserem Nicht-Auftreten nochmal eine Diskussion anzustoßen, eine Lösung für sozialverträgliche Eintrittspreise bei Europacupspielen anzustoßen.

WITHOUT FANS FOOTBALL IS NOT WORTH A PENNY

Erklärung zu unseren Aktionen beim Europapokalspiel in Paris

75€ A TICKET? WE ARE NOT NEYMAR! TICKETPRICES MUST BE REASONABLE

Wir Bayernfans sind in den letzten Jahren einiges gewohnt, was überteuerte Kartenpreise gerade bei Europacupspielen angeht. 75 Euro für ein Vorrundenspiel in Paris sind in unseren Augen (mal wieder) zu viel. Wenn diese Entwicklung so weitergeht, werden sich bald nur noch wenige die Karten und damit den Stadionbesuch leisten können.

Die Eintrittspreise bei unserem Spiel in Paris in Verbindung mit dem vieldiskutierten Wechsel von Neymar zeigen recht deutlich auf, dass wir Fans den Transfer-Irrsinn im Fußball-Business mit zahlen sollen. Wir haben aus diesem Grund im Gästeblock Spruchbänder gezeigt und Masken mit dem Gesicht von Neymar verteilt, die viele Bayernfans zu der Aktion vor ihr Gesicht gehalten haben. Die Masken sind angelehnt an eine Solidaritätsaktion für Neymar, als er sich bei der WM 2014 verletzt hatte. Die Aktion sollte symbolkräftig aufzeigen, dass sich bald nur noch Großverdiener die Spielbesuche leisten können.

Es geht uns mit der Aktion explizit nicht um Kritik am Neymar-Transfer. Wir denken nicht, dass es irgendwo bei 40 Millionen eine Grenze des guten Geschmacks gibt und alles darüber eine Perversion darstellt, wie es aus der Chefetage der Säbener Straße geäußert wurde. Viele Fußballfans aus den Kurven und von außerhalb der Kurven diskutieren derzeit über die Entwicklung, die der Fußball gerade nimmt. Diese Entwicklung hat nicht mit diesem Transfer angefangen und sie wird nicht mit ihm enden. Aber er hat eine Diskussion befeuert, die sich fragt, wo das alles hinführen soll. Viele Menschen merken gerade, dass der Fußball gegen die Wand gefahren wird. Weiterlesen