FC Bayern – VfL Wolfsburg 5:0

Das letzte Wochenend-Heimspiel rief und so ließen die Scharen die Christkindlmärkte links liegen und pilgerten fröhlich gen Fröttmaning.

Dementsprechend war die Kurve auch schon etwas voller als beim Europapokalschlager gegen Atletico ein paar Tage zuvor. Und niemand sollte sein Kommen bereuen, denn nach 90 Minuten grüßte der FC Bayern wieder vom Platz an der Sonne. Red Bull patzte bei einem von den anderen Sinnlosvereinen in der Bundesliga, während unsere Elf ein ungefährdetes 5:0 gegen Wolfsburg einfuhr. Arjen Robben begann die Komplettdemontage der Wolfsburger Hintermannschaft. Nach zwei Lewandowski-Treffern durfte sich dann auch noch Thomas Müller in die Torschützenliste eintragen. Ein richtiges Friede-Freude-Eierkuchen-Spiel.

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SV Darmstadt 98 – FC Bayern 0:1

Der Sonntag ist jetzt sicher nicht Everybody’s Darling, aber ab und an geht das schon mal klar, vor allem wenn es ans Böllenfalltor geht, beziehungsweise ins Jonathan-Heimes-Stadion am Böllenfalltor. Für diese Saison hat ja der Namenssponsor (bin mal gespannt, wie viele Leser überhaupt wüssten, wer der Sponsor ist) auf seine Rechte verzichtet, damit das Stadion für eine Spielzeit nach dem verstorbenen Fan Johnny benannt sein kann.

Auch nach dem Umbau kommt das Bölle noch immer recht schmuck daher und gerade die Gegengerade mit ihren Stehplätzen lässt das Herz des Fußballromantikers höher schlagen. Recht sympathisch, dass die Darmstädter beim Umbau keinem Größenwahn erlegen sind, sondern eher auf die Schiene „Klein aber fein“ gesetzt haben. Wenn man da nach Aachen oder in andere Orte schaut, kommt einem ja das kalte Grausen.

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FSV Mainz 05 – FC Bayern 1:3

Mainz auf den Freitag? Geht ja noch sagt man da, zumindest besser als Bremen. Und dann stehst Du da auf der Autobahn und rechnest nach, ob man das noch pünktlich schaffen kann, und dann gehst Du die letzten beiden Kilometer zu Fuß an Mainzer Kartoffeläckern vorbei und rechnest nach, ob man das noch pünktlich schaffen kann.

Danach stehst Du am Auswärtsdauerkartenschalter und rechnest nach, ob man das noch pünktlich schaffen kann. Ist das der Moment, eine neue Freitagstradition zu beginnen und der Fanbetreuung ein schmackiges „Absagen! Absagen!“ entgegenzuschleudern? Na ja, so wild ist das Ganze auch wieder nicht (auch am Freitag zuvor drohte übrigens kein Weltuntergang). Manch andere Fanszenen kommen mehrmals pro Saison deutlich zu spät. Als Bayernfans sind wir das natürlich nicht gewohnt, weil wir normalerweise schon eine Stunde vor Stadionöffnung auf Deutschlands hübschesten Betonwüsten aufschlagen und uns bei eisiger Kälte auf Gästeparkplätzen in Gladbach, Sinsheim und Mainz die Beine in den Bauch stehen.
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FC Bayern – Bayer Leverkusen 2:1

Ähm, kennt Ihr das, wenn Ihr über irgendwas berichten sollt und Euch als allererstes eine totale Nebensächlichkeit in den Sinn kommt? Man kann das dann natürlich einfach ausblenden, aber in diesem Fall muss es erzählt werden, denn in zehn Jahren freuen wir uns drüber, wenn wir diesen Spieltagsflyer mal wieder hervorkramen.

Vielleicht ist es dem ein oder anderen schon aufgefallen, dass unsere Kurve in den letzten Wochen voller Vogeldreck war. Die Viecher haben sich wohl irgendwie unter dem Dach eingenistet und feiern dort eine üble Party. Den Soundtrack dazu liefert die Südkurve und die traf heute wohl regelmäßig den braunen Ton. Ohne Mist, rund ums Vorsängerpodest wurde heute so gut wie jeder von einem dieser Vögel angekackt, teilweise auch mehrmals. Da müssen wir in Zukunft vorsichtig sein, wenn wir mal wieder was von mangelnder Seele des Fröttmaninger Stadions schreiben, so ein Alleinstellungsmerkmal wie die fliegenden Kot-Brigaden haben ja die abgefucktesten Rumpelbuden nicht.

Aber genug mit Vogelfäkalien beschäftigt, denn so einiges anderes lief heute weniger beschissen.
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Borussia Dortmund – FC Bayern 1:0

DortmundDie Hälfte der Hinrunde ist vorbei, wir sind der Konkurrenz noch nicht enteilt und bekommen sogar ordentlich Feuer von den Plätzen unterhalb der Tabellenspitze. Da ist es kein Wunder, wenn Fans und Medien dem Kick im Westfalenstadion mit besonderer Erwartung entgegenfiebern. Das hat dann auch nichts mit dem sonst üblichen Clasico-Gelaber zu tun, sondern ist wirklich mal wieder ein sportliches Spitzenspiel (okay, war es letztes Jahr auch, aber das Dortmund da noch was reißt hat ja niemand wirklich geglaubt). Ein wenig hatte man solche Begegnungen in den vergangenen Jahren totaler Dominanz schon vermisst.

Der Tag startete aber mit business as usual, was bei Ausflügen in den Pott immer eine Stippvisite in Bochum bedeutet, die dieses Mal aufgrund gesperrter Autobahnen und verpennter Mitfahrer reichlich kurz ausfiel. Danach das Übliche, Ankunft am Dortmunder Hauptbahnhof, wo die Cops das jedes Mal erstaunlich effektiv regeln und da diesmal wohl eine entspanntere Einheit am Start war als noch in der letzten Saison, ging’s ohne Vorfälle zum Eingang. Dabei tickte die Uhr für unsere Verhältnisse schon bedrohlich schnell. Der Bayernfan an sich als solches hat ja den internen Drang, schon unglaublich früh am Stadion zu sein und auch möglichst zeitig den Gästeblock zu betreten (damit ist das irgendwie umgekehrt zu Heimspielen), weshalb man sich auch bei einer eigentlich vollkommen ausreichenden Ankunftszeit erstmal Platz am anvisierten Standort verschaffen muss. Das kann man auch als Appell an alle Leute sehen, die sich gerne in die unteren Reihen rund ums Vorsängerpodest stellen wollen. Euer Engagement in allen Ehren, denn in vielen Fällen seid ihr ja wirklich große Sänger, aber wenn ihr nur sporadisch bei Spielen seid und die Leute, die unten beim Podest stehen nicht kennt, dann seid ihr ein paar Reihen weiter oben besser aufgehoben. Weiterlesen

FK Rostov – FC Bayern 3:2

RostowPuuh, also Rostow war jetzt sicher für die wenigsten ein Wunschlos. Aber es hilft ja alles nix und so bekam der russische Konsularmokel mal wieder Deutschlands schönste Passfotos vorgelegt und durfte ein neues Visum einkleben. Der Karl und der Hias von der Bundespolizei erstarrten dann beinahe zu Salzsäulen, als in der Spielwoche selbst zu den unchristlichsten Zeiten der Massenexodus der Sport-Gewalttäter einsetzte. Aber ist nicht unser Fehler, dass die Kollegen so fleißig jede Kleinigkeit in die Datenbank einpflegen, ganz unabhängig davon, ob es zu einer strafrechtlichen Verfolgung kommt oder nicht.

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FC Bayern – TSG Hoppenheim 1:1

MM96Hey, ihr Sultane des Swings. So hätten wir heute ganz gerne gegrüßt, denn mit diesem Hit der Dire Straits beglückte uns der Bayrische Rundfunk, als wir an der Autobahnausfahrt Fröttmaning den Blinker rechts setzten.
Aber ganz so geil war das heute alles nicht, weshalb wir uns alle diesen schwunghaften Status gar nicht verdient haben.

Dabei gab es heute sogar etwas zu feiern. Dem aufmerksamen Beobachter dürfte es nicht entgangen sein, dass sich zwei alte Bekannte ins Zaunfahnenbild der Südkurve gemogelt haben. Zum 20jährigen Jubiläum der Munichmaniacs schmückte neben der großen MM-Fahne auch das kleine „Gegen den Modernen Fußball“-Stöffchen den Zaun vor unserem Habitat. Selbst auch das Fangnetz blieb nicht von Verzierungen durch die Maniacs verschont, hing dort drin schließlich der Landauer von der ersten bis zur letzten Minute und zeigte, dass er die Grundmoves aus seinen alten Vorsängertagen noch aus dem Effeff beherrscht. Dazu gab es ein kleines Doppelhalterintro und im Verlauf der 90 Minuten auch ein paar historische Doppelstocktransparente aus älteren Tagen zu bestaunen. Weiterlesen

PSV Eindhoven – FC Bayern 1:2

Bayern in den Niederlanden, da laufen den Freunden des grünen Wunderkrauts die Augen direkt rot an. Gleichzeitig weiß der informierte Kenner aber auch, dass Eintrittskarten eine heiß begehrte Mangelware sind und der Spieltag auch abseits des grünen Rasens und der Tribüne interessant werden könnte. So ähnlich kam es dann auch.

Wer wollte, kiffte sich ordentlich die Birne voll, stillte den Munchies mit allerhand frittierten Köstlichkeiten und irgendwann rappelte es mal kurz mit ein paar wenigen Eindhovener Casuals, die plötzlich meinten, auf dicke Hose machen zu müssen. So weit, so gut, könnte man sagen. Nichts besonders erwähnenswertes passiert.

Etwas weniger dümmlich hätte man dann aber die Bullen in den Niederlanden erwartet. Den drei Einheiten vor Ort war aber zum einen jede Form der Schwarmintelligenz abhanden gekommen – da wusste die eine Einheit nicht, was die andere tut – und zum anderen ist man in den Niederlanden halt auch einfach keine Gästefans mehr gewohnt, die nicht mit Bussen oder gar dem Zug direkt vor dem Gästeblock im Käfig rausgeschmissen werden. Also erstmal Knüppel aus dem Sack und die Leute die Straße entlang treiben, wo es dann alleine aufgrund der Bewegung einer großen Menge von Menschen und dem damit einhergehenden Tohuwabohu vor jeder Kneipe Rempeleien und Grund zum Streit gab. Die Bullen wurden also selbst zum Auslöser für noch mehr fliegende Stühle und Fäuste. Wohin man die Leute treiben wollte, war den Bullen aber wohl selbst nicht ganz klar, Hauptsache erstmal draufhauen. Vielleicht wurde ihnen ihr undurchdachtes Vorgehen ja irgendwann selbst bewusst, weshalb sich dann doch wieder alles beruhigte und es zum Stadion ging.
Dabei setzte die Polizei weiterhin auf Eskalation, kesselte den Haufen eng, machte sinnlose Pausen und verengte und verlangsamte vor allem kurz vorm Stadion nochmal alles dermaßen, dass es nur der Besonnenheit auf Fanseite zu verdanken war, dass nicht nochmal Fäuste und Schlagstöcke zum Einsatz kamen.
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FC Bayern – FC Augsburg 3:1

Der FCA wird ja langsam aber sicher zu einer Art Traditionsgegner im Pokal. Fast jährlich kreuzen wir mit den Schwaben die Klingen auf dem Weg nach Berlin, der für die Augsburger dann auch immer just nach diesen 90 Minuten beendet ist.

Da gibt es sicherlich Spielberichte, die leichter von der Hand gehen, denn auch auf dem Feld passierte heute wenig unerwartetes. Frühe Führung, Überlegenheit, zweites Tor. Nichts, was wir in den letzten Jahren nicht häufiger gesehen hätten. Da die Augsburger vom Punkt ebenso wenig treffsicher waren, wie zehn Minuten später unser Thomas Müller, kam auch nach der Halbzeit nicht direkt das Gefühl auf, die Mannschaft aus der Fuggerstadt würde sich hier nochmal groß aufbäumen. Der Anschlusstreffer kam dann zwar unerwartet doch noch zustande, aber damit hatte es sich dann auch schon wieder. Der recht ansatzlose Abschluss von David Alaba zum 3:1 besiegelte dann die 90 Minuten.

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FC Augsburg – FC Bayern 1:3

Jim Knopf und die Wilde 13, Urmel spielt im Schloss,… und dann passiert es doch. Obwohl wir mittlerweile doch einige Partien in Augsburg bestritten haben, sind wir bisher immer prima ohne Puppenkisten-Anspielungen ausgekommen. Aber das hat hiermit jetzt auch ein Ende und irgendwie muss man ja billig darauf verweisen, dass wir es heute quasi mit einer Fortsetzung der Pokalbegegnung vom vergangenen Mittwoch zu tun hatten.
Ganz abgesehen davon, dass sich ja sonst schon wenig einleitende Worte zu diesem Kick finden lassen. Kurze Anreise mit dem Regionalzug, Busshuttle und Zeitvertreib auf einem beschissenen Gästeparkplatz, da gibt’s nicht viel zu berichten.

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